Welche nachhaltigen Lösungen können IT-Unternehmen ergreifen?
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit ist, spielt das Thema gerade auch in Unternehmen eine wichtige Rolle. IT-Unternehmen stehen dabei besonders im Fokus. Die Branche ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hat erkannt, dass ökologische Verantwortung nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine Chance für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit darstellt.
ASTRUM IT setzt sich entschlossen für umweltfreundliche und nachhaltige Praktiken ein. Wir haben das Thema Nachhaltigkeit in unseren Unternehmenswerten fest verankert und bilanzieren bereits heute die Co2-Emissionen gemeinsam mit unseren Partner Planted. Im Interview mit unserem Kollegen Matthias aus dem IT-Service-Team haben wir uns darüber unterhalten, was sich in der IT eines Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit umsetzen lässt und wie wir es bei ASTRUM IT anwenden.
Welche spezifischen Ziele verfolgt die IT-Abteilung bei ASTRUM IT in Bezug auf Nachhaltigkeit?
Matthias:
Wir setzen auf den Einsatz von 100 % regenerativer Energie, um unseren CO₂-Ausstoß zu minimieren, und achten bei der Beschaffung darauf, dass unsere Lieferanten ein aktives Engagement für den Klimaschutz zeigen – ein Ansatz, den wir als Green Procurement verstehen. Zudem messen und tracken wir kontinuierlich unseren CO₂-Ausstoß, analysieren die Ergebnisse und leiten daraus konkrete Einsparpotenziale ab. Auch in der Arbeitswelt setzen wir auf Nachhaltigkeit: Durch die Bereitstellung moderner technischer Arbeitsmittel wie Laptop, Monitor, Docking Station, etc. hat jeder Mitarbeitende die Möglichkeit, bis zu 100 % im Home-Office zu arbeiten, was den Pendelverkehr reduziert und damit zusätzliche Emissionen einspart.
Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um den Energieverbrauch der IT-Infrastruktur zu reduzieren?
Matthias: Unser Rechenzentrum und die IT-Infrastruktur arbeiten mit höchster Energieeffizienz. Mithilfe der innovativen KyotoCooling®-Technologie reduzieren wir den Bedarf an mechanischer Kühlung um über 90 %, was unseren PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) deutlich verbessert. Ergänzt wird dieser Ansatz durch den Einsatz von 80 PLUS Titanium-zertifizierten Netzteilen, die Energieverluste minimieren. Ein intelligentes Strom-Monitoring analysiert den Energieverbrauch in Echtzeit, identifiziert ineffiziente Nutzungsmuster und trägt zur Optimierung der Ressourcenauslastung bei.
Wie wird die Lebensdauer von Hardware verlängert, und welche Strategien zur Wiederverwendung oder zum Recycling von Geräten werden verfolgt?
Matthias: Ein weiterer wichtiger Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist die gezielte Ressourcenschonung. Mithilfe von Virtualisierungstechnologien reduzieren wir die Anzahl physischer Server und verringern so den Elektronikabfall. Sofern keine technischen Nachteile bestehen und die Wirtschaftlichkeit weiterhin gewährleistet ist, prüfen wir bei Bedarf die Möglichkeit, bestehende Wartungsverträge für einzelne Hardware-Komponenten zu verlängern. Dadurch stellen wir sicher, dass funktionsfähige Systeme effizient weiterbetrieben werden können, ohne dass frühzeitig neue Geräte angeschafft werden müssen. Dies trägt nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern senkt auch die Umweltbelastung, die mit der Produktion und Entsorgung von Hardware verbunden ist.
Unsere Server-Cluster sind modular aufgebaut, was es uns ermöglicht, die Infrastruktur flexibel zu erweitern, ohne bestehende Systeme vollständig austauschen zu müssen. Dies spart nicht nur Ressourcen, sondern vermeidet auch Ausfallzeiten und reduziert den Aufwand bei Systemerweiterungen.
Welche Kriterien werden bei der Beschaffung neuer Hardware hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit berücksichtigt?
Matthias: Einen Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie bildet die konsequente Förderung der Kreislaufwirtschaft. Geleaste Geräte geben wir nach Ablauf der wirtschaftlichen Nutzungsdauer an den Hersteller zurück, um Wiederverwendung oder fachgerechtes Recycling zu ermöglichen. Darüber hinaus arbeiten wir mit spezialisierten Partnerfirmen zusammen, die ausgemusterte Hardware professionell refurbishen und für eine weitere Nutzung aufbereiten. Hardware, die nicht mehr im regulären Betrieb eingesetzt werden kann, findet intern in Azubi- oder Testumgebungen eine weitere Verwendung, bevor sie schließlich über zertifizierte Recyclingunternehmen umweltgerecht entsorgt wird.
Vielen Dank Matthias für das informative Interview!
Falls Sie auf der Suche nach einem nachhaltigen Hosting-Anbieter als Teil ihrer Lieferkette sind, denn melden Sie sich gerne jederzeit bei uns!